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Depot

In der Regel wird heute beim Abschluss eines Mietvertrages eine Mietsicherheit verlangt. Oftmals wissen Mieter gar nicht ihre Rechte und Pflichten. Wie hoch darf die Kaution sein und wie wird diese am besten geleistet? Gibt es noch andere Alternativen als das klassische Sparbuch? Seit dem Inkrafttreten der Mietrechtsreform am 1. September 2001 können auch andere Anlageformen, wie beispielsweise das traditionelle Mietkautionssparbuch, zwischen Mieter und Vermieter vereinbart werden. Allerdings muss der Vermieter nicht alle Anlageformen akzeptieren.

Die Mietkaution dient als Sicherheitsleistung für künftige Ansprüche des Vermieters. Dies bezieht sich in der Regel auf eventuelle Schäden, die der Mieter verursacht, oder Ansprüche, die sich aus der Nebenkostenabrechnung ergeben. Auch Schönheitsreparaturen, die am Ende des Mietvertrages fällig werden und nicht vom Mieter ausgeführt wurden, können durch die Mietkaution abgeglichen werden. Hierbei kommt es jedoch im Einzelnen immer auf den Mietervertrag an. Die Mietkaution ist im Übrigen kein Anspruch, den der Vermieter in jedem Fall hat. Will der Vermieter seine Ansprüche durch eine Mietkaution sichern, muss dieses im Mietvertrag vermerkt werden.

Eine Mietkaution kann auf verschiedene Art geleistet werden. Seit 2001 sind verschiedene Kautionsvereinbarungen denkbar. War es bis dahin meist so, dass die Kautionssumme als Barkaution, Sparbuch oder als Bürgschaft geleistet wurde, sind nach dem Inkrafttreten der Mietrechtsreform auch andere Formen möglich. Eine dieser Varianten ist das Mietkautionsdepot. Sind Mieter und Vermieter beide damit einverstanden, dann ist diese Anlagemöglichkeit nun vorhanden. Sowohl Mieter als auch Vermieter können hieraus ihre Vorteile ziehen.

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Bei einem Mietkautionsdepot wird die Mietkaution in Fonds angelegt. Hierbei sollten sich Mieter und Vermieter einig sein, ob konservative oder risikoreichere Fonds gewählt werden. Vermieter werden wohl eher die konservative Art bevorzugen, da sie die Mietkaution als Sicherheitsleistung sehen. Der Vorteil für den Mieter beim Mietkautionsdepot liegt darin, dass selbst bei konservativen Anlageformen meist deutlich höhere Zinsen als bei einem klassischen Mietkautionssparbuch erwirtschaftet werden. Bei einem Mietverhältnis, das einige Jahre andauert, kann sich dies doch recht schnell bemerkbar machen.

Mieter, die einen Umzug planen, sollten sich frühzeitig mit der Frage der Mietkaution beschäftigen. Auch die Absprache mit dem Vermieter ist wichtig, muss dieser doch nicht alle Anlageformen akzeptieren. Empfehlenswert ist es deshalb einige gute Argumente für ein Depot als Mietkautionskonto zu sammeln und den Vermieter zu überzeugen. Attraktiv ist das Modell für Mieter in wohl jedem Fall. Je nachdem, für welche Variante sie sich entscheiden. Auf der einen Seite können sie von höheren Zinsen profitieren, auf der anderen Seite bietet ein Depot als Mietkautionskonto meist die gleiche Flexibilität wie ein Mietkautionssparbuch. Wird das Depot speziell für die Mietkaution eröffnet, kann es zum Ende des Mietverhältnisses wieder gekündigt werden. Es lohnt sich, sich als Mieter genauer mit alternativen Anlageformen zu beschäftigen.