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Checkliste

Mietkautionszahlung / Mietkautionsrückzahlung

Die Mietkaution ist ein häufiges Streitthema zwischen Mieter und Vermieter. Gibt es beim Einzug im Normalfall keine Probleme mit der Zahlung der Kaution, sieht das bei der Rückzahlung der Mietkaution schon anders aus. Wird das Mietverhältnis beendet, steht dem Mieter die Kaution, die hinterlegt wurde, wieder zu. Ob der Mieter die komplette Kaution zurückbekommt oder nur einen Teil, und vor allem, wann er mit der Rückzahlung der Kaution rechnen kann, das sind die Streitpunkte, die nur allzu häufig auch vor Gericht enden.

Wichtige Punkte für die Übergabe der Mietsache und die Rückzahlung der Mietkaution
Das Übergabeprotokoll
Zu Beginn und am Ende des Mietverhältnisses sollte ein Übergabeprotokoll erstellt werden. Ist ein Makler involviert, kann er das Übergabeprotokoll als Zeuge unterschreiben. Durch die Erstellung eines Übergabeprotokolls können viele Streitpunkte bereits im Vorfeld vermieden werden. Denn hier wird exakt festgehalten, in welche Zustand die Wohnung oder das Haus tatsächlich übergeben wurde. Sind bereits beim Einzug Mängel vorhanden, werden diese im Übergabeprotokoll festgehalten. Ebenso der Zeitpunkt der Beseitigung der Mängel. Sind die Mängel dann beseitigt worden, kann darüber nochmals ein Vermerk angefertigt werden. So sind Vermieter und Mieter immer auf der sicheren Seite und unnötiger Ärger bleibt aus. Im Übergabeprotokoll werden alle Zimmer einzeln aufgelistet. Zu allgemein sollte das Protokoll nicht gehalten sein. Besser ist es, spezielle Abnutzungen oder tatsächliche Mängel genau aufzulisten. Ist das jeweilige Zimmer in einem tadellosen Zustand, dann sollte das auch genauso aufgeschrieben werden.

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Die Übergabe der alten Wohnung

Am dem Tag, an dem die alte Wohnung tatsächlich aufgegeben wird, ist auch der Tag der Übergabe. Es empfiehlt sich nicht, den Schlüssel der Wohnung einfach dem Vermieter in den Briefkasten zu werfen, wenn man als Mieter Wert auf die Rückzahlung der Kaution legt. Zumal müssen die Zähler von Wasser, Strom und Heizung abgelesen werden. Macht das der Mieter nicht, muss er unter Umständen weiterbezahlen. Auch dann noch, wenn er gar nicht mehr in der Wohnung wohnt. Für den Tag der Übergabe der Wohnung wird daher ein verbindlicher Termin mit dem Vermieter vereinbart. An diesem Tag wird das Übergabeprotokoll erstellt. Mieter und Vermieter halten fest, in welchem Zustand die Mietsache ist. Empfehlenswert ist es zu diesem Termin das Übergabeprotokoll mitzubringen, das beim Einzug erstellt wurde. Der Mieter sollte spätestens am Tag der Übergabe die Wohnung noch einmal genau anschauen und bei Bedarf nochmals säubern. Hat der Vermieter bei der Abnahme keine Beanstandungen, dann sollte der Mieter ihn an die Rückzahlung der Kaution erinnern. Am besten ist es, gleich einen Termin für die Mietkautionsrückzahlung zu vereinbaren. Ist noch eine Abrechnung der Betriebsausgaben zu erwarten, dann kann auch inzwischen ein Teil der Kaution zurückgezahlt werden. Der Vermieter behält dann nur so viel, wie die zu erwartende Höhe der Endabrechnung ausmacht.

Dem Vermieter steht gesetzlich eine angemessene Überlegungs- und Prüfungsfrist für die Rückzahlung der Mietkaution zu. Wie lange diese ist, definieren die einzelnen Gerichte unterschiedlich. Durchschnittlich können Mieter von etwa drei Monaten ausgehen, die bis zur Rückzahlung der Mietkaution vergehen.